Blockaden lösen
Manchmal ist eigentlich alles klar.
Du weißt, was du tun möchtest. Du hast dich vorbereitet. Vielleicht hast du eine Situation sogar schon oft erlebt. Und trotzdem scheint es einen Punkt zu geben, an dem etwas nicht weitergeht.
Du hältst dich zurück. Bestimmte Gedanken tauchen immer wieder auf. Eine alte Erfahrung ist plötzlich wieder präsent. Oder du bemerkst, dass du in wichtigen Situationen anders reagierst, als du es dir vorgenommen hast.
Solche Momente werden häufig als Blockade beschrieben.
Bei Move To Stage – Blockaden lösen geht es darum, genauer hinzuschauen: Was passiert in diesen Situationen? Welche Gedanken, Gefühle, körperlichen Reaktionen oder Erfahrungen spielen möglicherweise eine Rolle? Und vor allem: Welche neuen Handlungsmöglichkeiten kannst du für dich entwickeln?
Wenn Wissen allein nicht ausreicht
„Ich weiß doch eigentlich, dass ich das kann.“
Dieser Satz fällt erstaunlich häufig.
Denn rationales Wissen und tatsächliches Erleben sind nicht immer dasselbe.
Du kannst wissen, dass du gut vorbereitet bist – und trotzdem zweifeln. Du kannst wissen, dass ein Fehler kein Weltuntergang ist – und trotzdem große Angst davor haben. Du kannst wissen, dass andere Menschen dich nicht ständig bewerten – und dennoch das Gefühl haben, unter permanenter Beobachtung zu stehen.
Genau deshalb reicht es manchmal nicht aus, sich einfach vorzunehmen, beim nächsten Mal anders zu denken.
Es lohnt sich, die eigene Reaktion genauer zu verstehen.
Blockaden zeigen sich unterschiedlich
Eine mentale Blockade muss nicht spektakulär sein.
Manchmal zeigt sie sich sehr deutlich: Du vermeidest bestimmte Situationen oder kannst in einem entscheidenden Moment plötzlich nicht auf deine gewohnte Leistung zugreifen.
Manchmal ist sie subtiler.
Du merkst beispielsweise, dass du:
- dich vor wichtigen Situationen selbst kleinmachst,
- bestimmte Chancen immer wieder vermeidest,
- sehr lange über mögliche Fehler nachdenkst,
- dich ständig mit anderen vergleichst,
- deinen eigenen Fähigkeiten nicht vertraust,
- nach negativen Erfahrungen besonders vorsichtig geworden bist,
- dich beim Auftritt, Wettkampf oder Training plötzlich beobachtet fühlst,
- oder immer wieder an derselben Stelle innerlich aussteigst.
Das Entscheidende ist dabei nicht, möglichst schnell ein Etikett für dieses Verhalten zu finden.
Interessanter ist die Frage:
Was hält dich in genau diesem Moment davon ab, so zu handeln, wie du eigentlich handeln möchtest?
Nicht gegen dich arbeiten
Viele Menschen versuchen zunächst, ihre Reaktionen mit noch mehr Kontrolle in den Griff zu bekommen.
Sie wollen nicht mehr nervös sein. Nicht mehr zweifeln. Nicht mehr nachdenken. Nicht mehr reagieren.
Das kann dazu führen, dass ein großer Teil der eigenen Aufmerksamkeit genau bei dem landet, was eigentlich verschwinden soll.
In der gemeinsamen Arbeit geht es deshalb nicht darum, gegen deine Reaktionen zu kämpfen.
Stattdessen schauen wir darauf, was sie dir möglicherweise zeigen und wie du einen anderen Umgang damit entwickeln kannst.
Das kann bedeuten, bestimmte Situationen neu zu betrachten, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen, körperliche Reaktionen bewusster wahrzunehmen oder neue Erfahrungen aufzubauen.
Erfahrungen wirken weiter
Manchmal lässt sich eine Blockade mit einem konkreten Erlebnis verbinden.
Vielleicht ist bei einem wichtigen Auftritt etwas schiefgegangen. Vielleicht gab es eine verletzende Rückmeldung, einen Misserfolg, eine unangenehme Bewertung oder eine Situation, in der du dich besonders unsicher gefühlt hast.
Auch wenn dieses Erlebnis längst vorbei ist, kann es beeinflussen, wie ähnliche Situationen heute wahrgenommen werden.
Das bedeutet nicht, dass jede Schwierigkeit tief in der Vergangenheit gesucht werden muss. Aber es kann hilfreich sein, solche Zusammenhänge wahrzunehmen und zu verstehen.
Denn sobald klarer wird, warum eine bestimmte Situation immer wieder dieselbe Reaktion auslöst, entstehen häufig auch neue Möglichkeiten, damit umzugehen.
Selbstvertrauen entsteht nicht nur durch positives Denken
Selbstvertrauen lässt sich nur begrenzt dadurch entwickeln, sich immer wieder zu sagen, dass man an sich glauben soll.
Viel wirkungsvoller kann es sein, konkrete Erfahrungen zu machen, bei denen du bemerkst:
Ich kann mit dieser Situation umgehen.
Deshalb kann die Arbeit beispielsweise darauf ausgerichtet sein,
- eigene Stärken bewusster wahrzunehmen,
- belastende Erwartungen zu überprüfen,
- neue innere Bilder für zukünftige Situationen zu entwickeln,
- die Aufmerksamkeit bewusst umzulenken,
- hilfreiche mentale Routinen aufzubauen,
- oder bestimmte Situationen schrittweise anders zu erleben.
Das Ziel ist nicht, einen künstlichen Zustand permanenter Selbstsicherheit zu erzeugen.
Es geht darum, mehr Vertrauen in die eigene Fähigkeit zu entwickeln, mit Herausforderungen umgehen zu können.
Wenn der Kopf ständig dazwischenfunkt
Gerade Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst kennen ein weiteres Phänomen: Sie beginnen in entscheidenden Situationen plötzlich, Dinge bewusst kontrollieren zu wollen, die normalerweise automatisch funktionieren.
Eine Bewegung wird zerlegt. Jeder Gedanke wird bewertet. Entscheidungen werden mehrfach überprüft.
Was eigentlich Sicherheit schaffen soll, kann die eigene Performance zusätzlich erschweren.
Auch hier kann die mentale Arbeit helfen, zwischen hilfreicher Vorbereitung und übermäßiger Kontrolle zu unterscheiden.
Denn manchmal besteht der nächste Entwicklungsschritt nicht darin, noch mehr zu tun – sondern wieder mehr Vertrauen in bereits vorhandene Fähigkeiten zu entwickeln.
Wie wir an deinem Thema arbeiten
Welche Methode sinnvoll ist, hängt von deinem Anliegen ab.
Zum Einsatz kommen können unter anderem Elemente aus dem Mentaltraining, sportkinesiologische Ansätze, Arbeit mit inneren Bildern, Entspannungsverfahren oder Hypnose.
Dabei wird keine Methode um ihrer selbst willen eingesetzt.
Die entscheidende Frage ist immer, was dich deinem persönlichen Ziel näherbringt.
Bei einem Menschen steht vielleicht der Umgang mit bestimmten Gedanken im Mittelpunkt. Bei einem anderen sind körperliche Reaktionen besonders wichtig. Wieder jemand anderes profitiert davon, eine vergangene Erfahrung aus einer neuen Perspektive zu betrachten oder zukünftige Situationen mental vorzubereiten.
Die Begleitung wird deshalb individuell auf dein Thema abgestimmt.
Für welche Themen kann das Angebot interessant sein?
„Blockaden lösen“ kann beispielsweise passend sein, wenn du:
- dich in wichtigen Situationen immer wieder selbst ausbremst,
- nach einem negativen Erlebnis an Sicherheit verloren hast,
- bei bestimmten Anforderungen stark ins Grübeln kommst,
- deine eigenen Fähigkeiten ständig infrage stellst,
- Schwierigkeiten hast, dich auf der Bühne, im Sport oder im Training frei zu zeigen,
- bestimmte Situationen vermeidest,
- oder merkst, dass ein wiederkehrendes Muster deine Entwicklung begrenzt.
Dabei geht es nicht darum, dir zu versprechen, dass nach wenigen Terminen jedes schwierige Gefühl verschwunden ist.
Ziel ist vielmehr, gemeinsam herauszufinden, wo du wieder mehr Einfluss auf dein eigenes Erleben und Handeln gewinnen kannst.
Wieder mehr Möglichkeiten haben
Eine Blockade fühlt sich häufig deshalb so belastend an, weil sie den eigenen Handlungsspielraum klein macht.
Plötzlich scheint es nur noch zwei Möglichkeiten zu geben: funktionieren oder scheitern, antreten oder vermeiden, perfekt sein oder enttäuschen.
Entwicklung beginnt häufig dort, wo wieder mehr Möglichkeiten sichtbar werden.
Du kannst lernen, anders auf eine Situation zu reagieren. Du kannst neue Strategien ausprobieren. Du kannst deine Aufmerksamkeit verändern. Und du kannst Erfahrungen sammeln, die nicht mehr automatisch dem bisherigen Muster folgen.
Genau darum geht es bei Move To Stage:
Nicht darum, ein anderer Mensch zu werden.
Sondern darum, wieder mehr von dem nutzen und zeigen zu können, was bereits in dir steckt.
Nicht die Methode steht am Anfang. Sondern du.
Du musst vorher nicht wissen, ob Sportkinesiologie, Mentaltraining oder Coaching für dein Anliegen der passende Ansatz ist. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation und darauf, welcher nächste Schritt sinnvoll sein könnte.